Wetter aktuell

Berg 4 °C

Schneehöhe 185 cm am Berg


Livecam

Julia blogged

Here comes Julia's Blog! Unsere Julia ist Krippenstein-Fan, total subjektiv und schreibt ohne jegliche Verfremdung von Personen, Orten und Sachverhalten über ihre ganz eigene Sicht vom "Stoa"! Die Idee dazu kam, weil Julias Kollegen, Familie, Freunde (und zufällig von ihren Begeisterungstiraden Getroffene) angesichts ihrer Stories und Erlebnisse am heiligen "Stoa" mittlerweile die Augen verdrehen! Und weil die Geschichten, die die Faszination dieses fantastischen Berges ausmachen, einfach in keine der Rubriken der website hinein passen wollten ...

Übrigens: Unsere Julia würde sich über Co-Blogger freuen und die besten Beiträge hier veröffentlichen - und außerdem mit Tagestickets oder den brandneuen Krippenstein T-Shirts belohnen! Länge und Thema egal - es soll sich nur um den Krippenstein drehen. Feedback zu Julias Blogs und Eure Texte bitte an julia@dachstein.at!

Julia: Wie erkennt man eine Schneewolke?
Also der Toni erkennt sie! Dieser leichte Schleier über dem Hallstätter Gletscher war Grund genug für ihn, Schneefälle zu prophezeihen - und natürlich hatte er absolut Recht!

Wobei - zum so richtig im Powder versinken ist es immer noch nicht genug. Dafür hat sich Eure Julia ein neues Shirt zugelegt: PRAYING FOR SNOW ;))).
 
Julia: Keine Zeit fürs Bloggen
Eure Julia plagt das schlechte Gewissen - so wenig Zeit fürs Bloggen, wir arbeiten mit Volldampf an der neuen Krippenstein Website! Solltet Ihr spezielle Wünsche haben - gerne an julia@dachstein.at!

Julia: No friends on a powder day!
War am Sonntag mit dem Wedler und meiner besten Freundin plus deren neuen Anhang am Krippenstein. Grundsätzlich ja ein erfreuliches Ereignis, Haken an der Sache:

Haken Nummer 1: Der Wedler versucht sich das Rauchen abzugewöhnen. Er hat endlich eingesehen, dass er konditionell keine Chance hat, solange er raucht und Eure Julia will ja schließlich einen leistungsfähigen Mann hihi. Was ich nicht bedachte, sind die side effects - manche werden lästig auf Entzug und der Wedler wurde lustig, und wenn das Zweimeterteil lustig wird ist es nicht unbedingt auch lustig für die Beteiligten ... Kinderliedersingen in der vollbesetzten Gondel, Eure Julia mit Schnee einreiben, Tourengeher anquatschen warum sie nicht mit der Gondel fahren, Meuchelmethoden für etwaige Rivalen erfinden ...Es blieb nix anderes übrig, als ihn am Weg von der Gjaidalm im Schnee auszusetzen - konditionell kann er ja eh nicht mit, nur leider kann er schon seinen Namen und seine Adresse sagen ;-/

Haken Nummer 2: Dass die beste Freundin jetzt endlich an einen vernünftigen Typen vermittelt werden konnte, ist an sich positiv. Dass die beste Freundin jetzt nur mehr in WIR spricht (WIR sind müde, WIR sind hungrig, WIR fahren jetzt noch eine Abfahrt, WIR fahren langsamer) und dabei ekelhaft schmatzende Bussi-Geräusche von sich gibt und den Anschein eines psychisch schwer beeinträchtigen siamesischen Zwillings erweckt ist gewöhnungsbedürftig.

Suchrätselspiel: Wo ist die Hand unterm Anorak?









Fazit: Es gibt (Ski-)Tage, da hat man besser keine Freunde :))). Einfach ignorieren!







Gasteintrag von Hermann aus Zolling/BRD
Zum dritten Mal innerhalb 10 Minuten empfiehlt unser Guide „die kleine Tour“. Inzwischen klingt er nicht mehr einfühlsam und diplomatisch, sondern eher nach “jetzt ist Schluss mit lustig“. Und das nur, weil die beiden Jungs (17,18) die mit mir unterwegs sind das erste Mal auf Tourenski stehen. Ich finde, so blöd stellen die sich gar nicht an und heute ist einfach ein zu schöner, strahlender Märztag (2008) mit extrem klarer Fernsicht. Da ignoriere ich den Appell zur kurzen Tour doch lieber und schüttle den Kopf. Unser Guide zieht also weiter und stapft etwas mürrisch eine frische Spur in den Hang. „Wir wollen vom Krippenstein rüber zum Dachstein und dann irgendwo wieder runter durch frischen Powder“ – so ungefähr war unser Wunsch und das war dem Guide zunächst auch sehr recht – ist ja auch eine tolle Tour! Aber dann hat er unsere Ski gesehen: „Wie, keine Tourenski“? Wir haben also unsere Tracker ausgepackt , dazu unsere Felle und unsere „Wanderstöcke“ gezeigt. (Okay, hier die Erklärung für Tracker: Das ist eine Einsatzbindung, die in die übliche Bindung eines Abfahrtskis geklickt wird und dann fast so gut wie eine „richtige“ Tourenbindung funktioniert. Das Paket aus Ski und Bindung ist zwar um ca. 3 kg schwerer, aber man hat nachher zur Abfahrt seinen Allmountain oder Twintipp – und das ist dann eben runter der große Vorteil).

Nach ner halben Stunde haben sich die Jungs ganz gut eingelaufen und ihr Tempo gefunden. Gar nicht so langsam wie zunächst befürchtet, wir holen doch tatsächlich zwei vorausgehende Gruppen ein und Guide muss seinen kleinen Plausch mit einem Kumpel abkürzen. Jedenfalls – so nach etwa zweineinhalb (okay knapp drei) Stunden waren wir oben am kleinen Sessel und haben uns die Blasen von Felix angeschaut, die er sich auf dem Weg nach oben gelaufen hatte. Richtig große Dinger – Scheiße! Und er hat unterwegs keinen Piep gesagt. Ab dem Moment war das Eis gebrochen und Guide hat „Respekt“ geraunt und sich echt führsorglich um die wunden Füße gekümmert.

Von da an war durchgehend Gaudi und Powder und Staunen angesagt. Gaudi über ein paar lustige Geschichten die jeder dabei hatte, Powder (teils verpresst) bis zur Baumgrenze runter und Staunen über diese grandiose Natur am „Stoa“, in der man mit so einem ortskundigen Guide an die tollsten Plätze gelangt. Unterwegs gab’s was zu essen, dann einen super Trop über ein Hüttendach und schließlich durch den Wald runter bis Hallstatt. Immer zügig, immer hinter dem Guide, immer mit Spaß – aber auch sehr diszipliniert. Zwischendurch gab’s Lawinenkunde und Naturerläuterungen. Es war ein harter, aber super schöner Tag mit vielen neuen Eindrücken. Wie? Ja klar waren wir mit Piepser, Schaufel und Sonde unterwegs! Mal sehen ob’s noch mal klappt: Im März 2009 wollen wir wieder rauf mit unseren Trackern und durch den Powder runter. Muss aber erst mal bei Rob und Heli anfragen, ob einer für uns Zeit hat. Grüße, der Hermann

Julia: Hühnertransport im Skibus
Unterwegs zum Krippenstein, drei Mädels und der Wedler, ging unserem Wedler das Auto ein - na super, und wir schon skihungrig! Keilriemen gerissen, nichts zu machen, der Wedler musste auf den Abschleppdienst warten und wir beschlossen, ihn eiskalt im Stich zu lassen und den Skibus zu nehmen - Skifahren ist schließlich wichtiger, no friends on a powder day ;))). 
Ein netter Gmundner blieb stehen und fragte, ob er helfen könne - auf Wedlers Antwort "ja, könntest die Mädels mitnehmen - i hoit des Gekicher eh nimmer lang aus" ergriff dieser mit schreckgeweiteten Augen die Flucht - hey dabei sind wir hübsch!!! Naja, kein Wunder, gleich drei kichernde Chicken (alle in pink gehüllt - die neuen Krippenstein T-Shirts) war dann später auch dem Busfahrer ein bissi zu viel ...

Interessante Zwischenstation, da wollte man uns rauswerfen:
















Endlich angekommen hatten wir natürlich Hunger - ab in die Lodge zum Topfenstrudelfrühstück und Lodge-Kakao, ein besonders suchtgefährdendes Gebräu aus Kakao und Baileys - liebe Kinder, Finger weg ;))))! Und eine Abfahrt später Lust auf Mittagessen in der Gjaidalm! Dort kamen wir leider aufgrund der besonderen Schwerkraft des Platzes nicht mehr weg bis Betriebsschluss der Bahn.
Fazit: Nicht jeder Ski-Tag spielt sich auch auf Ski ab :)))).

Gasteintrag von Robert aus Stuttgart:
Ich wollte mit meiner Freundin und paar Kumpels im Dezember 2007 über Silvester ein paar Tage zum Skifahrn gehen. Meine Kumpels waren im Jahr davor im Ski amadé, nur waren wir dafür zu spät dran, hat sich nichts Gutes mehr gefunden so kurzfristig. Also entschlossen wir uns, ins Gebiet Dachstein West auszuweichen. Muss wohl Schicksal gewesen sein, denn sonst wär ich wohl nie zum Krippenstein gekommen. Als ich mir dann die Gebiete im Internet angeschaut hatte, war ich besonders beim Krip sehr skeptisch; nur eine wirkliche Piste, zwar 11 km lang aber trotzdem recht öde und eintönig hab ich mir gedacht. Bis dahin war ich auch nicht wirklich ein begeisterter Freerider, sodass mich die Offpiste Möglichkeiten auch nicht wirklich begeistern konnten. Ich fuhr also mit dem Gedanken in Urlaub mal zu schauen was da so auf mich zukommt, ohne große Vorfreude. Jedoch wurde alles anders als wir dann schließlich vor Ort waren. 

Als wir am ersten Skitag morgens aus dem Haus gingen, hatte es dicke Flocken geschneit. Am Parkplatz angekommen, dachten wir zuerst, dass das Gebiet wegen des vielen Schnees geschlossen ist, da vielleicht zehn Autos da waren, was sich jedoch als Irrtum herausstellte, unser Glück! Schon während der Gondelfahrt war ich wegen des Wahnsinns-Panoramas positiv beeindruckt. In der Bergstation angekommen, bot sich uns dann ein Bild, wie es genialer kaum sein konnte. Frischer Powder, keine anderen Leute, da dachte ich mir erstmal, wow, das hab ich so auch noch nirgends erlebt. Als wir dann die erste Talabfahrt machten, empfand ich ein Gefühl, wie ich es noch nie beim Skifahren hatte. Einfach nur genial, so guten Schnee wie damals hatte ich davor noch nie erlebt, fühlte mich fast wie im Paradies ;-)! Weite geschnittene Kurven, ohne Rücksicht auf andere Menschen nehmen zu müssen, einfach nur traumhaft! Da es wegen des vielen Schnees und der teils schlechten Sicht nur an einem Tag möglich war, Varianten zu fahren, entschieden wir uns für die vermeintlich leichteste Variante Imisl. Während diesem schweißtreibenden Ritt wusste ich, ich bin tatsächlich im Skiparadies! Wie erwähnt wär es wegen der schlechten Sicht und des vielen Schnees für uns Ortsunkundige fahrlässig gewesen, die Varianten Schönberg- und Angeralm auch noch anzupacken, was uns hinterher aber schon mächtig wurmte. Schon allein deswegen war klar, dies im Jahr darauf nachzuholen, was wir dann Ende 2008 auch machten. Und ich wurde nicht enttäuscht, grenzenloses Vergnügen im freien Skigelände, wie man es sonst wohl nur an wenigen Orten findet! Für mich hat der Krip deswegen auch etwas "Magisches" an sich, fühl mich extrem von ihm angezogen! Und eins steht eh fest, ich werde wieder kommen ;-)!

Julia: Vollmondsüchtig am Hundeschlitten
Eure Julia muss am Berg Vorbereitungen zum großen "Krippenstein chilled"-Event treffen, was eine Übernachtung auf der Lodge notwendig macht. Seeehr unangenehm ;))) - vor allem bei traumhaftem Sonnenschein am Tag und einer Fast-Vollmondnacht!
Nach dem Abendessen meint Lodge-Wirt Toni "Kumm, geh ma hundeln!" und ich habe noch keine Ahnung, was jetzt kommt. Vorab stehe ich noch etwas abseits des Huskyrudels, als selbst (je nach Benehmen des Flohbalgs mehr oder weniger) stolze Besitzerin eines Kampf-Couch-Caniden ist man ja vorsichtig, aber Toni bedeutet mir, näher zu kommen. In all den Jahren am Berg waren seine Hunde immer freundlich zu Besuchern, auch wenn sich diese nicht immer respektierlich zeigten, erzählt er stolz.

Das Rudel wird unruhig, die Tiere wissen, was jetzt kommt: die große Jagd! Moni, Tonis Tochter, versammelt die Hunde um sich und läuft bergab, das ganze Rudel hinter ihr nach, inklusive mir. Im Laufen stupsen ein paar feuchte Nasen an meine Hand, wollen wissen, wer die Fremde ist, die da mit auf die Jagd geht. Wir sind unterwegs in Richtung Heilbronner Kreuz, die Winterlandschaft ist vom Fast-Vollmond hell beleuchtet und weit in der Ferne liegt das beleuchtete Bad Goisern, sieht von hier aus wie eine Millionenmetropole! 

Ich frage nach dem "Boss" im Hunderudel - die Antwort "WIR!". Moni berichtet, dass einer der Rüden momentan nach der Weltherrschaft strebt und sie keine wirkliche Freude damit hat, weil die intellektuellen Fähigkeiten des Kandidaten zu wünschen übrig ließen ... vorsichtig formuliert! Toni lacht "Red ma gar net drüber, sonst glaubt er noch wirklich, er kann der Chef werden!".

Ich darf auf den Hundeschlitten und versuchen, das Ding zu steuern. Aus tierschützerischen Gründen spannt Toni den Skidoo statt der Hunde vor - Julia on sled darf man den süßen Kerlen nicht zumuten ;)))) und ich muss feststellen, dass Hundeschlittenführer zu sein alles andere als einfach ist. Man kann den Schlitten in sich verbiegen, um zu lenken und wenn es bergab geht, steigt man auf eine dornbewehrtes Pedal, das als Bremse dient. Lenken und bremsen gleichzeitig zu tun gelingt leider nicht und ich krache voll in den Skidoo ... Vielleicht sollte ich daheim mit Couch-Karli, meinem allerliebsten Flohbalg und dem Kinderschlitten üben? Wobei Flohbalgi ja die Couch eindeutig dem Outback vorzieht, aber keine Musherqueen fiel je vom Himmel ...

Auf dem Hinweg laufen noch alle entspannt, auf Tonis Zeichen wird umgekehrt und es geht in wilder Jagd nach Hause zur Dogbase, ganz wie bei der Jagd in der freien Wildbahn! Dort verziehen sich die Hunde mit getrockneten Pansen zufrieden in ihre Nachtquartiere auf der Dogbase.

Die Dogbase ist ein kleines Häuschen, das neben den Hundequartieren auch einen gemütlichen Raum für Gäste, die gerne bei ihren Lieblingen bleiben möchten, anbietet. Wobei mein liebster Flohbalg sicher am Dachboden vom Paradies träumen würde - der ist nämlich voller getrockneter, fleischiger Köstlichkeiten!

Gasteintrag von Claus aus Wien:

Es war anno dazumal, im Jahre Schnee, als ich mit 13 Jahren das erste

mal auf den "Stoa" gefahren bin. Zu allererst eher mit einem Raunen

begleitet, weil andere Hauptschulen den Arlberg unsicher machten,

müssen wir in ein Skigebiet, wo es angeblich nur eine Gondel und eine

Piste gibt. Wie man halt so ist mit 13, waren das nicht gerade die

Superlativen die mir zum Jubeln verhalfen. Es scheint mir aber eine

perfekte Verkettung von Umständen gewesen zu sein, was zu der Tatsache

führte, das der Krippenstein der bis jetzt einzige Ort auf der Welt

ist, an dem ich vollkommen zufrieden bin:


Schließlich kamen wir in der Sporthauptschule Obertraun an, alles war

bestens, erster Tag: Gruppeneinteilung. Der Skilehrer der ersten

Gruppe (der übrigens wie ich auch Claus heißt) war, wie man auf

Oberösterreichisch so schön sagt: "A wüda Hund". Zum Leidwesen unserer

Lehrer und aller restlichen Skigruppen hat es (wiederum ein Wink mit

dem Schicksal) in diesen Tagen geschneit was der Himmel hergab. Somit

waren wir die einzigen am Berg, ... geführt von am "wüden Hund". Ob

der Tatsache, dass wir schon alle halbwegs fit auf den Brettln waren,

hatte keiner weder Freeride-Dinger unter den Füßen, noch konnte sich

keiner mit seinen 140cm "wirklich" über den Schneemassen halten

(Rückblickend sehr lustig). Aber es war traumhaft und nichts weniger

als der Grundstein zu einer "wahren Liebe" zum Krippenstein.


Derweilen sind jetzt ca. 10 Jahre vergangen. Ich sitze mit meinem

MacBook in Wien herum und schaue Tag ein Tag aus auf die Website vom

Krippenstein. Natürlich wegen der Webcam. (Ob ihrs glaub oder nicht:

Ich zucke aus, wenn das Ding nicht bald wieder funktioniert!) Auf alle

Fälle hatte ich soeben meine letzte Prüfung für dieses Semester und

morgen gehts ab nach Hause und dann sofort zum "Stoa". Es ist all

jenen, die noch nie einen "perfekten" Tag am Krippenstein erlebt

haben, unmöglich zu beschreiben, welche Gefühle auf diesem Berg frei

werden. Plötzlich sind deine Probleme nur mehr winzig klein. Ich werde

so gut wie nie sentimental: Doch wenn ich mich auf dem Weg zur

Schönbergalm befinde, links eine der besten Abfahrten, die es in

Österreich gibt und rechts das Dachsteinplateau, dann gibts nur ein

Wort, was dieses Gefühl beschreibt: Demut. Die wahre Schönheit und

Macht der Natur bricht hier auf einen herab. Doch Schluss der

Sentimentalität!


Spätestens wenns über die Felsen unterm "Starthäusel" geht, wenn man

wieder mal an irgend einem Seil hängt, weil man sich dachte: "Do gehts

scho irgendwie obi", oder wenn man auf unverspurten Wegen Richtung

Angeralm unterwegs ist, spätestens dann ist Abenteuer pur angesagt.

Jetzt war ich schon so oft auf diesem Berg und immer wieder erlebt man

neue Facetten, die das Gebiet, so scheint es mir, hinter jedem Felsen

versteckt hält. An dieser Stelle muss ich nun aufhören Werbung zu

machen, ansonsten wird der Eintrag äußerst unglaubwürdig :-) aber es

ist so: Ich bin süchtig nochm "Stoa". Am Samstag gehts wieder los: Es

hat geschneit und ich bin abermals extremst motiviert weitere "2

schönste Tage meines Lebens" zu verbringen!


Anmerkung: Ja, der Berg verzeiht keine "Abkürzungen" welcher Art auch

immer. Doch Gott sei Dank liegen da immer wieder Seile in der Gegend

rum. An dieser Stelle Danke dafür und eine Warnung an alle, die so wie

wir immer wieder nach den Varianten der Varianten suchen: Lasst es

nicht drauf ankommen! :-)


Julia: Zirbengeschichten im "Outback" der Gjaidalm
Eure Julia ist immer noch mit Hendrik, dem Radiojournalisten am Weg und auf der Suche nach guten O-Tönen. Wir fahren mit der Teilstrecke drei gen Talstation und nehmen den mittlerweile gut beschilderten Weg zur Gjaidalm. Dort treffen wir Michael, den Hüttenwirt, und lassen uns mit biologisch-nepalesischem Bergsteigeressen bewirten. Köstlich - ich liiiiebe Linsen - Hendrik ist männertypisch Fleischesser und verzieht ein wenig das Gesicht hihi.

Michael macht den Vorschlag, dass er und Toni uns das Gjaidalm "Outback" zeigen, was einen kleinen Ritt auf Skidoos notwendig macht! Eure Julia ist natürlich begeistert - schließlich der geborene Speedfreak! Es geht also bergauf bergab, bis Toni stehen bleibt und etwas über die Geheimnisse der Zirben erzählt. Der geneigte Leser erwartet jetzt wahrscheinlich etwas über den Zirbenschnaps zu erfahren, tatsächlich schwärmt Toni von der Widerstandskraft und der majestätischen Geduld, mit der die teilweise uralten Bäume den harten Wetterbedingungen am Dachstein-Plateau trotzen. 

Früher wurden Zirben, in die der Blitz einschlug oft für abgestorben gehalten und gefällt, Toni hat bei seinen Beobachtungen aber bemerkt, dass die jungen Zirben zum Aufkommen den Windschatten der alten Bäume und einen Untergrund möglichst mit Preiselbeeren in der Umgebung brauchen. 

Und wirklich, es steht immer ein alter Baum und einige jüngere in dessen Lee! Toni berichtet von Outdoor Camps, bei denen er die Teilnehmer unter einer Zirbe sitzen lässt, um die ganze Kraft und unglaubliche Ausstrahlung dieser besonderen Pflanzen zu erfühlen! Leider bleibt keine Zeit, dass Eure Julia dies selbst ausprobiert, wird aber demnächst nachgeholt! Bericht folgt an dieser Stelle!


Julia: Schneeschuhtour zu den 5fingers
9 Uhr: Hendrik, ein Radioredakteur, der Interviews und Beiträge vom Krippenstein aufnehmen möchte, und ich, Eure Julia, sind mit Tennisschlägern an den Beinen (sprich von der Lodge geliehenen Schneeschuhen ;)))) unterwegs zu den 5fingers. 

Super Wetter, eiskalt, der Schnee knirscht. Eure Julia ist nicht gerade das Schneeschuh-Talent und Orientierungs-Genie - ich beschließe trotzdem spontan, Schneeschuh-Orientierungsläufe zu veranstalten und gleich als olympische Disziplin anzumelden! Nach einer Viertelstunde Transpiration präsentieren sich die 5fingers mit genialer Fernsicht, der Hallstätter See liegt ruhig zu unseren Füßen - hier gibt es also nicht wirklich etwas aufzunehmen, zu still!

Hendrik wundert sich über das kleine "Sprungbrett", also den längsten der Fingers, der allerdings nicht zugänglich ist. Basejump-Plattform? Selbstmordgerät? Einfach nur Mittelfinger?
Am Rückweg finden sich geniale Fotomotive, z.B. etwas, das aussieht wie ein Schneehasen-Bemmerl. (Bemmerl = österreichisch für Stoffwechselendprodukt). Man könnte dazu einen Fotoratespiel-Wettbewerb machen auf der website - muss aber vorher Toni, den Lodge-Wirt fragen, um was es sich bei dem mysteriösen Kügelchen tatsächlich handelt ;))).

Julia: Rudern am Krippenstein?
Die Ruder-Nationalmannschaft trainiert am Krippenstein und Eure Julia darf Empfangskommitee am Berg spielen und Fotos der Jungs machen. Was erst einmal warten bedeutet, die Athleten kommen nämlich mit etwas Verspätung. Einige haben versucht, Abkürzungen zu nehmen und mussten umkehren - wenn man sich am "Stoa" nicht super auskennt, lässt der Berg das nicht zu! (Wobei Toni von der Lodge ein wachsames Auge auf die Abkürzungs-Schwindler hatte, Gott sei Dank!)

Die Ersten meistern die 1500 Höhenmeter und elf Kilometer der Abfahrt mit Tourenski in beeindruckenden zwei Stunden. Wobei die Jungs nicht nur durch ihre Fitness beeindrucken - Bedingung zur Aufnahme ins Nationalteam scheinen, abgesehen von gestählten Körpern, superblaue Augen und ein blitzweißes Strahlelächeln zu sein - kein schlechter Job, dieses Fotoshooting ;))))).
(An dieser Stelle ein Hinweis: der "Wedler von Gosau", Julias Schatzilein, muss jetzt nicht eifersüchtig sein - würde man ihn doch niiiemals eintauschen!!! Niiiiemals!!!)


Julia: Pistenspaß und Bergrettungsmahnungen
Eure Julia ist mit Anfängern am Krippenstein unterwegs - der berüchtige "Wedler von Gosau", ein besonders ehrgeiziger Skianfänger, der hauptsächlich im gefährlichen Schuss unterwegs ist, ist mit von der Partie.
Bedeutet einen ganzen Tag auf der Piste und keine Chance auf Freiheit und Powder. Egal, dafür muss ein neuer Pistenspeedrekord aufgestellt werden, um die nächste Gondel zu erreichen. In geschlagenen zehn Minuten haben wir die elf Kilometer gemeistert - trotz Wedler als Skibremse :))). Der Wedler behauptet, er wäre noch viel schneller gewesen, wenn seine Kanten geschliffen gewesen wären und außerdem hat er bei der Streif-Abfahrt gesehen, dass die Ski auch viel länger sein müssen ...! Jo genau!

Wir treffen Fred, den Chef der Bergrettung zu Mittag auf der Hütte. Er hat interessante Dinge zu erzählen, wie eine Bergung aus einer Doline funktioniert zum Beispiel, oder wie schwierig es ist einen Akja zu steuern, dass viele in Bergnot Geratene ohne die Pflichtausrüstung wie Lawinenpieps und Schaufelrucksack ins Gelände gehen, dass die Bergrettung Obertraun oft mehrmals täglich (!!) zu einem Einsatz gerufen wird, dass wenn man nicht versichert ist eine Bergrettung ganz schön teuer werden kann, dass man mit der Lawinensonde ganz vorsichtig arbeitet und noch nie jemand dabei erstochen wurde (die größte Angst unseres Wedlers) ...
Und dass am Krippenstein die Zusammenarbeit der Bergrettung mit den Hüttenwirten und den Outdoor Leadership Guides super funktioniert, dass bei einem Notruf alle sofort reagieren, die in der Nähe sind, um wertvolle Zeit zu gewinnen. Beruhigt mich nicht wirklich - ich bleib lieber vorsichtig!


Julia: KARL MOESTL played Krippenstein - and Julia played here, too ...
Strahlender Sonnenschein, super Musik, lustige Mädels an der eigens erbauten Schneebar - jeder der nicht dabei war, hat was versäumt! Mehr gibts nicht zu sagen ;)))).








Extrem-Hüttensitzen!

Wer extrem sportelt, muss danach extrem hüttensitzen! Hier findet ihr die besten Schmankerl des Krippenstein-Dachstein-Plateaus!